Aktuelle Informationen2018-02-26T13:29:37+00:00

 

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Nordrhein-Westfalen weitet Pilotprojekt zu KI in der Steuerveranlagung aus

Die Finanz­ver­wal­tung des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len rollt ihren Test­be­trieb zum Ein­satz Künst­li­cher Intel­li­genz im Risi­ko­ma­nage­ment auf wei­te­re vier Finanz­äm­ter aus. 2026 soll die Tech­no­lo­gie im gesam­ten Land genutzt wer­den können. 

Seit Mai 2025 setzt die nord­rhein-west­fä­li­sche Finanz­ver­wal­tung als ers­te in Deutsch­land ein selbst­ent­wi­ckel­tes KI-Tool ein, wel­ches das Risi­ko­ma­nage­ment bei der Bear­bei­tung von Ein­kom­mens­steu­er­erklä­run­gen ergän­zen soll. Die ana­ly­ti­sche Künst­li­che Intel­li­genz erkennt Mus­ter und checkt, wo es kei­nen Prüf­be­darf für die Bear­bei­te­rin­nen und Bear­bei­ter im Finanz­amt gibt. So kön­nen die Erklä­run­gen voll­au­to­ma­tisch durch­lau­fen. Das Ziel: In der Zukunft sol­len bei ein­fa­chen Arbeit­neh­mer­fäl­len ohne gro­ßes Risi­ko­po­ten­zi­al sehr viel schnel­ler Beschei­de erzeugt wer­den. Zugleich ent­las­tet die­se erhöh­te Auto­fall­quo­te die Beschäf­tig­ten in den Finanz­äm­tern und schafft freie Spit­zen für die kom­ple­xen Fäl­le mit hohem Prüfbedarf.

Jetzt wird das Pilot­pro­jekt von den bis­he­ri­gen vier Test-Finanz­äm­tern in Bie­le­feld-Außen­stadt, Hamm, Brühl und Lübb­ecke auf vier wei­te­re aus­ge­rollt: Seit Okto­ber set­zen auch die Ämter in Dort­mund-Hör­de, Düs­sel­dorf-Süd, Gei­len­kir­chen und Kle­ve das KI-Tool ein. Der Hin­ter­grund: »Wir wol­len mehr Fäl­le durch die KI jagen, um sie opti­mal zu tes­ten«, erklärt Minis­ter der Finan­zen Dr. Mar­cus Optendrenk. »Wir wol­len zügig das Pilot­pro­jekt abschlie­ßen, um ein Aus­rol­len des KI-Ein­sat­zes mög­lich zu machen: zuerst für ganz Nord­rhein-West­fa­len und dann für alle ande­ren Bun­des­län­der. Dazu brau­chen wir vali­de Ergeb­nis­se, was die Künst­li­che Intel­li­genz kann – und wo wir noch nach­schär­fen müs­sen, um die Ver­an­la­gung schnel­ler und effi­zi­en­ter zu machen.«

In Nord­rhein-West­fa­len ist die­ser flä­chen­de­cken­de Ein­satz bereits für den Start der Steu­er­ver­an­la­gung für 2025 im Früh­jahr kom­men­den Jah­res vor­ge­se­hen. Nord­rhein-West­fa­len ent­wi­ckelt die KI-Kom­po­nen­te im Rah­men der Steu­er-IT-Gemein­schaft KONSENS auch für alle ande­ren deut­schen Län­der. Minis­ter Dr. Optendrenk: »Nord­rhein-West­fa­len ist das per­fek­te Test­feld für den KI-Ein­satz, weil unse­re Finanz­ver­wal­tung ins­ge­samt bereits stark digi­ta­li­siert arbei­tet und die Finanz­äm­ter vor Ort extrem offen für neue Tech­no­lo­gien sind. So konn­ten wir das Pilot­pro­jekt in kür­zes­ter Zeit star­ten und wer­den es auch strin­gent zum Erfolg füh­ren. Das ist eine groß­ar­ti­ge Gemein­schafts­leis­tung von den KI-Ent­wick­lern im Rechen­zen­trum bis zu den Sach­be­ar­bei­tern in den Ämtern, für die ich sehr dank­bar bin.«

Finanz­mi­nis­te­ri­um Nord­rhein-West­fa­len, Pres­se­mit­tei­lung vom 3.11.2025

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