Aktuelle Informationen2018-02-26T13:29:37+00:00

 

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Bagatellgrenze bei der Künstlersozialabgabe steigt

Bei der Ver­ga­be von Auf­trä­gen an selbst­stän­di­ge Künst­ler durch Unter­neh­men besteht grund­sätz­lich die Ver­pflich­tung, von den gezahl­ten Hono­ra­ren eine Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be in Höhe von 5 % an die Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rung abzuführen.

Die­se Rege­lung ist mit einem erheb­li­chen Ver­wal­tungs­auf­wand ver­bun­den. Aller­dings ent­fällt die­ser Auf­wand in bestimm­ten Fäl­len: Zum einen muss die Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be nicht abge­führt wer­den, wenn im betref­fen­den Jahr ledig­lich ein ein­ma­li­ger Auf­trag an einen Künst­ler ver­ge­ben wird. Zum ande­ren greift die Abga­be­pflicht nicht, wenn zwar Hono­ra­re an meh­re­re ver­schie­de­ne Künst­ler gezahlt wur­den, die Gesamt­sum­me der gezahl­ten Hono­ra­re jedoch die fest­ge­leg­te Baga­tell­gren­ze nicht überschreitet.

Die Baga­tell­gren­ze, bis zu der kei­ne Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be abge­führt wer­den muss, wur­de zuletzt ange­ho­ben. Wäh­rend sie bis­lang bei 450 Euro lag, erhöht sie sich im Jahr 2025 auf 700 Euro (§ 54 KSVG) und ab 2026 auf 1.000 Euro (§ 24 Abs. 2 Satz 2 KSVG). Die­se Grenz­wer­te sind als Net­to­wer­te zu ver­ste­hen. Wer­den somit für Auf­trä­ge an bei­spiels­wei­se Foto­gra­fen, Gra­fi­ker oder Web­de­si­gner weni­ger als die genann­ten Beträ­ge aus­ge­zahlt, ent­fällt die Pflicht zur Abfüh­rung der Künst­ler­so­zi­al­ab­ga­be. Bei einer ein­ma­li­gen Beauf­tra­gung eines Künst­lers spielt die Höhe des Hono­rars für die Abga­be­pflicht kei­ne Rolle.

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