Aktuelle Informationen2018-02-26T13:29:37+00:00

 

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Landesrechtliches Verbot einer kommunalen Übernachtungsteuer mit der Bayerischen Verfassung vereinbar

Mit Ent­schei­dung vom 14. Novem­ber 2025 hat der Baye­ri­sche Ver­fas­sungs­ge­richts­hof eine Popu­lar­kla­ge der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen und zwei­er wei­te­rer baye­ri­scher Städ­te gegen das lan­des­recht­li­che Ver­bot einer kom­mu­na­len Über­nach­tung­s­teu­er in Art. 3 Abs. 3 Satz 1 KAG als unbe­grün­det abgewiesen. 

Das Gericht erklär­te, In der im März 2023 vom Lan­des­ge­setz­ge­ber vor­ge­nom­me­nen Erwei­te­rung des Kata­logs der unzu­läs­si­gen Ver­brauch- und Auf­wand­steu­ern um die­se Steu­er­art lie­ge kei­ne ver­fas­sungs­wid­ri­ge Ein­schrän­kung der kom­mu­na­len Finanz­ho­heit als Aus­prä­gung des Selbst­ver­wal­tungs­rechts der Gemein­den (Art. 11 Abs. 2 Satz 2, Art. 83 Abs. 2 Satz 2 BV). 

Das Ver­bot der Erhe­bung einer Über­nach­tung­s­teu­er berüh­re weder eine ori­gi­nä­re Besteue­rungs­kom­pe­tenz der Gemein­den, noch wer­de dadurch der Kern­be­reich der gemeind­li­chen Finanz­au­to­no­mie verletzt.

Der gesetz­li­che Aus­schluss die­ser Form einer ört­li­chen Auf­wand­steu­er sei auch nicht unverhältnismäßig.

Zum Voll­text der Ent­schei­dung (PDF)

Bay­VerfGH, Pres­se­mit­tei­lung zu Ent­schei­dung vom 14.11.2025, Vf. 3‑VII-23

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