Aktuelle Informationen2018-02-26T13:29:37+00:00

 

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Thüringen: Gesetzesänderung macht Weg frei für Grundsteuer-Entlastung

Der Thü­rin­ger Land­tag hat am 30. Okto­ber 2025 das von den Regie­rungs­frak­tio­nen CDU, BSW und SPD ein­ge­brach­te »Thü­rin­ger Gesetz zur Anpas­sung der Grund­steu­er­re­form (Thür­GAnGrStR)« beschlossen.

Mit dem Gesetz wird die Steu­er­mess­zahl für alle Wohn­grund­stü­cke von 0,31 Pro­mil­le auf 0,23 Pro­mil­le redu­ziert und die Steu­er­mess­zahl für Nicht­wohn­grund­stü­cke von 0,34 Pro­mil­le auf 0,59 Pro­mil­le erhöht. Das bedeu­tet für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, dass grund­steu­er­lich ab 1.1.2027 das Woh­nen für Eigen­tü­mer und Mie­ter direkt und dau­er­haft ent­las­tet wird. Mit dem Gesetz wird nach Anga­ben von Finanz­mi­nis­te­rin Kat­ja Wolf die durch das Bun­des­mo­dell in 2025 ent­stan­de­ne Mehr­be­las­tung von Bür­gern in Höhe von rund 52 Mil­lio­nen Euro zurück­ge­schraubt. Mit die­sem Gesetz wird ein zen­tra­les und wich­ti­ges Anlie­gen der Lan­des­re­gie­rung umgesetzt.

»Ich freue mich, dass wir in enger Abstim­mung mit den Kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­den die­se Lösung im Sin­ne der Eigen­tü­mer von Wohn­grund­stü­cken gefun­den haben. Die­se ver­setzt die Städ­te und Gemein­den in die Lage, ihre Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu ent­las­ten und ist eine Fra­ge der Gerech­tig­keit«, so Finanz­mi­nis­te­rin Kat­ja Wolf. Ihr Dank geht auch an den Land­tag, der dem Gesetz sei­ne mehr­heit­li­che Zustim­mung erteilte.

Auf­grund der ange­pass­ten Steu­er­mess­zah­len wer­den die Finanz­äm­ter vor­aus­sicht­lich Mit­te 2026 ca. 615.000 geän­der­te Grund­steu­er­mess­be­schei­de für Wohn­grund­stü­cke sowie ca. 135.000 für Nicht­wohn­grund­stü­cke versenden.

Wich­tig dabei für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger: Es bedarf kei­ner Akti­vi­tät durch die Grund­stücks­ei­gen­tü­mer. Die neu­en, zum 1. Janu­ar 2027 gel­ten­den Mess­be­trä­ge wer­den die Thü­rin­ger Finanz­äm­ter von Amts­we­gen fest­set­zen. Anträ­ge oder For­mu­la­re müs­sen nicht aus­ge­füllt werden.

Für die Gemein­den und Städ­te bedeu­tet dies, dass sie im 2. Halb­jahr 2026 ent­spre­chend den geän­der­ten Grund­steu­er­mess­be­trä­gen ihre loka­len Hebe­sät­ze über­prü­fen und neu fest­set­zen müssen.

Das vor der Grund­steu­er­re­form gege­be­ne poli­ti­sche Ver­spre­chen der Bun­des­re­gie­rung zur Auf­kom­mens­neu­tra­li­tät von 2019 gilt dabei als Auf­for­de­rung an die Gemein­den und Städ­te wei­ter­hin. Das Steu­er­auf­kom­men soll in 2027 neu­tral blei­ben und kei­ne Mehr­ein­nah­men von den Gemein­den und Städ­ten durch die Anpas­sung der Reform erzielt werden.

Thü­rin­ger Finanz­mi­nis­te­ri­um, Medi­en­in­for­ma­ti­on vom 6.11.2025

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