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Vorfälligkeitsentschädigung als Nachlassverbindlichkeit

Wird nach Ein­tritt des Erb­falls ein Dar­le­hen des Erb­las­sers vor­zei­tig abge­löst, so ist die Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung mit ihrem Zins­an­teil nicht geson­dert als Nach­lass­ver­bind­lich­keit abzugs­fä­hig. Das geht aus einem BFH-Urteil hervor.

Die Zin­sen sind Teil der als Kapi­tal­schuld zu bewer­ten­den und als Erb­las­ser­schuld abzieh­ba­ren Dar­le­hens­ver­bind­lich­keit. Soweit die Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung neben ihrem Zins­an­teil auch sons­ti­ge Ele­men­te wie Kos­ten oder Gebüh­ren ent­hält, rich­tet sich die Abzugs­fä­hig­keit danach, ob die vor­zei­ti­ge Kün­di­gung des Dar­le­hens eine Maß­nah­me der Nach­lass­re­ge­lung oder der Nach­lass­ver­wal­tung war.

Hat ein Nach­lass­pfle­ger Kos­ten ver­an­lasst, so rich­tet sich die Abzieh­bar­keit als Nach­lass­ver­bind­lich­keit nach den­sel­ben Maß­stä­ben, die auch bei den durch den Erben selbst ver­an­lass­ten Kos­ten anzu­le­gen sind.

BFH-Urteil vom 02.12.2020 – II R 17/18

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